Die Tavernenküche

Stilgetreu servieren wir unsere Köstlichkeiten in Tongeschirr sowie auf hölzernen Brettern. Auf unserer Karte finden sich sowohl Herrenspeis (Fleischiges) als auch Bauernspeis (vegetarisch und vegan) – unser Tavernenküche hält für jeden Geschmack etwas bereit.

Da wir besonders auf frische Küche setzen, mit saisonalen Produkten arbeiten und auf Fertigprodukte verzichten bieten wir eine kleinere Auswahl von umso schmackhafteren Köstlichkeiten. Zu unseren Spezialitäten gehört die „Z’fetzte Sau“, einen über 20h gegarten, hausgeräucherten Schopfbraten der im schwarzen Brotlaib, Kraustsalat und gegrillten Zwiebeln am Brett serviert wird. Ein anderer Tavernen-"Klassiker" ist unser im Kupferkessel servierter Linseneintopf. Besonders schmackhaft sind unsere Gansl mit Rotkraut, Erdäpfelknödel und Preiselbeeren, welche wir ab Ende Oktober bis Ende November servieren. Alternativ gibts unsere Gansl auch auf mittelalterliche Art mit Dörrobst-Semmelfülle.

Von Hopfen und Malz

Als mittelalterliche Taverne sind wir einem guten Bier natürlich verpflichtet. So mancher Gast vermerkte schon, dass alleine durch das Servieren des Bieres in unseren Ton-Bierhumpen, das Bier an Geschmack gewinnt. Was dieser jedoch in jedem Falle garantiert, ist eine perfekte Kühlung des Bieres vom ersten bis zum letzten Schluck.

Die Burgtaverne Kreuzenstein bietet eine breite Palette an Bierspezialitäten. Neben unserem Hirter Fassbier können auch besondere Flaschenbiere aus der Brauerei Hirt genossen werden. Wie wär’s mit einem Bio-Hanfbier, einem „1270er“ nach altem Rezept oder einem schwarzen „Morchl“? Doch auch mit einem wechselndes Angebot an Flaschenbieren anderer Brauereien können bei uns die Krüge erhoben werden.

Als eine der ganz wenigen Gaststätten bieten wir auch obergärige Biere aus der Gipsy-Brauerei „Bierzauberei“ an (www.bierzauberer.info/wb) .Besonders Bierliebhaber und –kenner schätzen diese selten erhältlichen Bierdelikatessen. Stolz sind wir natürlich auf unser eigenes an historischen Rezepten angelehntes Bier aus diesen Reihen: das Kreuzensteiner Burgbier.

Mittelalterlicher Würzwein

Ein ganz besonderes Getränk, das wohl nur in einer mittelalterlichen Taverne zu bekommen ist, ist unser Gewürzwein, der für uns von Georg zu Seebensteyn nach historischem Rezept zubereitet wird. Bei uns servieren wir "Klaret" und "Armand" stilgetreu im Weinkelch aus Ton.

Der mittelalterliche Gewürzwein (Hypocras) war wegen der damals sehr teuren Gewürze nur an den Höfen von Königen und reicher Adliger üblich. Die weiße Sorte des Hypocras heißt in sächsischen Wein- und Winzerbüchern Claret was vermutlich vom bekannten böhmischen Arzt Claretus abzuleiten ist, der im 14. Jhdt. gewirkt hat. Nach Ihm ist auch unser „Klaret“ benannt.

Armand de Villeneuve - der Leibarzt des Papst Bonifaz im 13ten Jahrhundert, ist Namensgeber unseres „roten“ Gewürzweines den wir nach „genau“ dessen Rezept herstellen. Abgerundet und blumig gemacht durch eine kleine Geheimzutat bleibt unser Armand unnachahmlich. „Klaret“ - unserem weißen Gewürzwein liegt als Grundstein für sein Aroma ebenso das Rezept von Armand de Villeneuve zu Grunde.

Der klassische Hypocras der gerne in vielen Haushalten selber gemacht wird hat oft Pfeffer und Ingwer als dominanten Geschmacksgeber. Wir hingegen verwenden keinen Pfeffer und statt dem Ingwer nehmen wir Galgant - welches geschmacklich sehr ähnlich, aber kaum Scharf ist und eher blumig den Geschmack unserer Gewürzweine abrundet.

Geschichtlich wird oft erwähnt dass der Leibarzt des Papstes auf die Herstellung von Gewürzwein durch eine Stelle in einer Schrift von Hippokrates kam - daher angeblich der Name "Hypocras". Aber viel wahrscheinlicher ist das dieser Name vom „Manica Hippocratis“ abgeleitet wurde - einem damals von Ärzten genutzten textilen Filtersack aus Filz, der damals wie heute auch von uns bei der Zubereitung des Gewürzweins als Behälter der Gewürze verwendet wird mit denen der Wein gekocht wird. Nach vielen Stunden des Kochens mit Gewürzen - die antiseptische Wirkung haben - wird der Wein mit Honig gesüßt und heiß abgefüllt.